Magdeburg Defense
Krav Maga & Kali

Was ist Krav Maga?

Krav Maga ist das Selbstverteidigungs- und Nahkampfsystem der israelischen Armee (IDF). 


Was ist der Unterschied zu anderen Selbstverteidigungssystemen?

Krav Maga ist weder Kampfsport noch Kampfkunst. Es ist zweckorientiertes Selbstverteidigungstraining basierend auf einfachen Techniken gepaart mit Stress- und Szenariotraining.

Es wurde entwickelt um sich zu schützen – für nichts anderes!

Krav Maga entwickelt sich ständig weiter, es wird permanent "überprüft" und weiterentwickelt. Treten neue Arten von Bedrohungen auf, werden passende Lösungen entwickelt (Hybrides-System).

Krav Maga befasst sich mit Angriffen aus allen nur denkbaren Richtungen.

 

Was ist die Besonderheit von Krav Maga?

Krav Maga kann von jedermann (unabhängig von Alter, Geschlecht oder Körperkraft) in kürzester Zeit erlernt werden. 

Es gibt keine Wettkämpfe, Regeln oder "Formen".

Das Krav Maga Training beruht auf natürlichen Reflexen und soll auch unter dem extremen psychischen Druck einer Gewalt- oder Überraschungssituation anwendbar sein. 

Durch eine besondere Trainingsmethode sollen die Techniken auch ohne großen Trainingsaufwand immer in Erinnerung bleiben.


Krav Maga beinhaltet Lösungen gegen:

• waffenlose Angriffe (Schläge, Tritte, Würgegriffe, Umklammerungen etc.)
• bewaffnete Angriffe (z.B. Messer, Feuerwaffen, Stöcke, Steine)
• Bedrohungen und Belästigungen

Es wird versucht so realitätsnah wie möglich zu trainieren.


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Wie alles begann!

Krav Maga übersetzt aus dem hebräischen bedeutet „Kontaktkampf“. Krav Maga wurde von dem osteuropäischen Juden Imrich Lichtenfeld (Imi) entwickelt.

Anfang des 20 Jahrhunderts in Budapest geboren, war er ein guter Athlet in verschiedenen Disziplinen - vor allem aber im Boxen und Ringen. Stark beeinflusst von seinem Vater Samuel, der Polizei-Detektiv und Selbstverteidigungslehrer war, interessierte sich Imi schon sehr früh für Kraft und Kampfsport. 

Mitte der 1930er Jahre schloss sich Imi mit anderen jungen Juden zu einer Schutztruppe für die jüdische Bevölkerung in Bratislava zusammen. In den Straßenschlachten mit antisemitischen Angreifern sammelte Imi die Erfahrung im realen Nahkampf, welche für die Entwicklung des Selbstverteidigungssystems Krav Maga grundlegend war.

1940 flüchtete Imi auf einem der letzten Schiffe, die Europa verlassen konnten, vor den Nazis. Das Schiff brach Richtung Palästina auf - doch Imi kam dort erst zwei Jahre später an. In der Zwischenzeit kämpfte er mit der Tschechischen Legion in der Britischen Armee im Mittleren Osten.

Nach Gründung des Staates Israel (1948) wurde Lichtenfeld Nahkampfausbilder in der israelischen Armee, dies war sozusagen die Geburtsstunde des KRAV MAGA. Nach seiner Tätigkeit als Nahkampfausbilder adaptierte Imi Lichtenfeld das militärische Krav Maga für Polizisten und Zivilisten. 

Innerhalb der israelischen Sicherheitskräfte wurde Krav Maga seitdem ständig weiterentwickelt und den jeweiligen Erfordernissen angepasst. Dies geschah vor allem durch die Einsatzleiter und Nahkampfausbilder der Sicherheitskräfte. Die je nach Einsatzzweck unterschiedlichen Erfahrungen der einzelnen Ausbilder führten dazu, dass Krav Maga auch unter den Sicherheitskräften kein fest definiertes homogenes System ist, sondern der Überbegriff für unterschiedliche Varianten des Nahkampfes.